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Wichtige Informationen
für Eltern gehörloser Kinder!

In der UN-Behindertenrechtskonvention von 2008 haben sich die Mitgliedsstaaten verpflichtet, behinderten Menschen Zugang zur physischen Umwelt, zu Transportmitteln, zu öffentlichen Einrichtungen und Diensten sowie zu Information und Kommunikation zu ermöglichen. Auch Deutschland hat diese Konvention unterzeichnet und mit dem am 01. Mai 2002 in Kraft getretenen Behindertengleichstellungsgesetz des Bundes (BGG) die Grundlage für Barrierefreiheit geschaffen.
Bei gehörlosen Personen liegt besonderes Augenmerk auf der barrierefreien Möglichkeit zur Kommunikation. Eltern gehörloser Kinder müssen sich darauf einstellen, dass die Muttersprache ihrer Kinder nicht die Lautsprache sein kann. Durch eine rein lautsprachliche Förderung kommt es zu einer mangelnden Entwicklung der Sprachkompetenz, der später Beeinträchtigungen der Fähigkeit, die deutsche (oder andere) Schriftsprache zu erlernen, sowie schulische Probleme folgen.
Aus diesem Grund ist es für eine gute und funktionierende Eltern-Kind-Beziehung und eine gesunde seelische Entwicklung des Kindes unabdingbar, dass die Eltern die Gebärdensprache beherrschen. Nur so können sie sich in einer vollständigen Sprache mit ihrem Kind altersgerecht verständigen und es ausreichend unterstützen und fördern.
Eltern können einen DGS-Kurs, beim zuständigen Jugendamt, als Hilfe zur Erziehung nach § 27 Abs. 2 SGBV III, beantragen.
Bei einem entsprechenden Antrag auf Kostenübernahme ist es hilfreich, bereits einen Kostenvoranschlag des gewünschten Kursanbieters beizufügen.  

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